Wo kann ich historische Aktien verkaufen

Egal ob als besonders witziges Geschenk zu einem Jubiläum, zum Studienabschluss, gefunden oder geerbt. Manch einem stellt sich dann die Frage, wo kann ich historische Aktien verkaufen? Die logische Antwort: Aktien? Natürlich an der Börse! Doch falsch gedacht, denn historische Aktien werden dort nicht mehr gehandelt.

Was sind überhaupt historische Aktien?

Bei diesen alten Schätzchen handelt es sich um historische Wertpapiere, sogenannte Nonvaleurs. Wie der Name vermuten lässt, sind diese Wertpapiere keine mehr im eigentlichen Sinne. Es handelt sich um wertlos gewordene Wertpapiere. Aus diesem Grund können sie auch nicht mehr an einer Wertpapierbörse gehandelt werden.

Wertschriften oder Zertifikate dieser Art werden heutzutage als Sammlerstücke und Dekoartikel verkauft. Es gibt auch in dieser Sparte eine steigende Zahl von Sammlern, die eifrig jedes Wertpapier erstehen, dass sie bekommen können. Man nennt diese leidenschaftlichen Nonvaleurjäger Scripophile. Diese Sammler kaufen historischen Aktien gerne an. Einen guten Leitfaden gibt es auf www.aktienkaufen.tips.

Nun ist die Frage wie man zueinander kommt und wie genau man die zu verkaufenden Aktien einzuordnen hat, damit im Nachhinein Käufer und Verkäufer zufrieden sind.

Einordnung der Nonvaleurs

Bei allen Sammelobjekten ist es heute wichtig, dass sie erhalten werden. So auch bei sehr alten, fast antiken Wertpapieren. Um die entsprechenden Wertpapiere zuordnen zu können und den Wert beim An- und Verkauf zu bestimmen, wurde ein Buchstabensystem für die Einordnung entwickelt. UNC steht in diesem Fall für uncirculated und damit neuwertige Wertpapiere, die in einem sehr gepflegten, einwandfreien Zustand sind.

Als EF, extremely fine, werden Papiere mit minimalen Gebrauchsspuren bezeichnet. Diese Papiere sind fast genauso begehrt bei Käufern wie die UNC-Papiere. Bei Aktien mit der Kennzeichnung VF, very fine, handelt es sich um Stücke mit Falten und kleinen Rissen durch Knicke.

Es kann auch sein, dass diese Stücke etwas fleckig sind. F, fine, hingegen beschreibt Wertpapiere, die dringend eine Restaurierung nötig haben, da sie mehrfach geknickt wurden und starke Risse und/oder Flecken haben. Für diese Papiere muss man Liebhaber finden, um einen ansprechenden Preis zu erzielen.

Sammelgebiete und preissteigernde Eigenschaften

Vielfältige Sammelgebiete sind der Grund für ein breites Spektrum an Interessenten. Bei weltweit mehr als 100.000 historischen Wertpapieren sind die Sammelgebiete so verschieden wie die Aktien selbst.

Meist sind auch nur ca. 10-15 Zertifikate einer Aktienvariante überhaupt noch verfügbar. Das macht Aktien im Gegensatz zu Münzen oder Briefmarken, zu einem hervorragend verkaufbaren Gut. Es ist weiterhin wichtig, wie bekannt ein Wertpapier ist. Denn wenn mehr Sammler das entsprechende Papier kennen, ist die Wahrscheinlichkeit für einen guten Verkaufserlös wesentlich höher.

Aus diesem Grunde sind Aktien von wirtschaftlich bekannten Gesellschaften manchmal sogar höherwertiger als klein aufgelegte Aktien unbekannter Gesellschaften. Befindet sich zudem noch die Signatur einer seinerzeit bekannten Persönlichkeit auf dem Papier, steigt der Wert immens. In diesem Fall handelt es sich um Autographen. Sehr wertvoll sind beispielsweise die originalen Unterschriften von Rockefeller, Edison oder Adenauer.

Preissteigernd wirkt sich selbstverständlich auch das Alter der Wertpapiere aus. Ältere und somit meist seltenere Aktien sind einträglicher als junge historische Aktien. Unterschieden wird hier nach Gründeraktien aus den Jahren 1870-1873, Jugendstil- und Inflationsaktien.

Außerdem gibt es in dieser Einteilung noch die verhältnismäßig jüngeren Dritte-Reich-Papiere und die sehr jungen D-Mark-Aktien.

Verkaufsmöglichkeiten von historischen Aktien

Mancherorts kann man historische Aktien in Antiquariaten oder sogar in Münzläden verkaufen. Die größten Plattformen für den Verkauf der Nonvaleurs sind jedoch einschlägige Online-Verkaufsplattformen wie Ebay oder Amazon.

Über diese Verkaufsmöglichkeiten erreichen Sie auch nicht nur Sammler historischer Aktien sondern ein breites Spektrum interessierter Kunden.

Mittlerweile sind gerahmte alte Aktien sehr beliebt als originelle Geschenkidee, als Wandschmuck oder einfach als Erinnerung. Außerdem gibt es unzählige Online-Shops angesehener Händler für historische Aktien, die immer auch gerne gängige Papiere ankaufen.

Es gibt zudem an die zwanzig jährliche Auktionen renommierter Auktionshäuser. Hier kann man besondere Raritäten versteigern lassen. Die Preise richten sich im allgemeinen nach dem Suppes- und dem GET-Katalog oder nach alten Börsenfachbüchern.

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